Baracuda Bielefeld
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Autor: Erol Kara
Erstellt: Jul 04 2007 - 05:34
Betreff: Tauchparadies in einem alten Wassertank
Rings um den zylindrischen Behälter soll ein Freizeitgelände entstehen, Duschen und Umkleiden kommen in das angrenzende Gebäude (rechts).


Von Hendrik Uffmann
und Bernhard Pierel (Foto)

Bielefeld (WB). In Bielefeld soll ein Paradies für Taucher entstehen. Das Tauchsportcenter Baracuda hat einen ehemaligen Trinkwasserbehälter der Stadtwerke an der Braker Straße gekauft und baut den riesigen Tank zu einer Trainingsmöglichkeit für Unterwassersportler aus. In einem Jahr soll die in der Region einzigartige Freizeiteinrichtung in Betrieb gehen.

Seit sieben Jahren betreiben die Brüder Senol und Erol Kara die Tauchcenter Baracuda GbR an der August-Bebel-Straße, wo auch der Tauchverein Barakudaclub seinen Sitz hat. »Die Grundausbildung für Tauchneulinge findet im Verein statt, wir haben derzeit etwa 375 Mitglieder. Die Freiwasserausbildung übernimmt die Tauchschule«, erklärt Sabine Kranz, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Vereins.

Doch der Platz für die ersten Übungen - im Winter finden sie im Hallenbad Heepen, im Sommer im Gadderbaumer Freibad statt - ist in Bielefeld begrenzt. »Oft haben wir mehr als 60 Tauchschüler gleichzeitig. Richtig trainieren kann man jedoch nur, wenn auch genügend Raum dafür vorhanden ist«, sagt Senol Kara.

Als er von dem bereits seit 1980 ungenutzte Trinkwasserbehälter in Brake in der Nähe des Baugebietes Tödtheide hörte, entstand die Idee, dort ein Tauchsportzentrum einzurichten. Im März kauften Senol und Erol Kara den Behälter mit dem umliegenden fast 5000 Quadratmeter großen Grundstück von den Stadtwerken Bielefeld. Mit 22 Metern Innendurchmesser und fast fünf Metern Tiefe bietet der ehemalige Wasserbehälter beste Voraussetzungen.

Um ihn für die Taucher interessant zu machen, haben die Brüder Kara mit dem zylinderförmigen Behälter jedoch noch viel vor. Die inneren Wände sollen in mehreren Abschnitten zu bestimmten Themen gestaltet werden - von der Karibik-Unterwasserlandschaft bis zum Kinderbereich. Die Schwallwände, die den Behälter unterteilen, könnten mit Kunststoffröhren zum Durchtauchen ausgestattet werden. Und weitere Attraktionen seien denkbar, sagt Senol Kara.

»Gegenstände, die das Wasser nicht verschmutzen, nicht rosten und an denen man sich nicht verletzten kann, wie etwa ein kleines Boot, können in dem Tank versenkt werden.« Außerdem sollen mehrere Tauchzonen entstehen: Eine flache für Anfänger und Schnuppertauchen, für die anspruchsvollen Bereiche werden die Unterwassersportler eine Berechtigung benötigen. Für die Sicherheit wird immer ein Rettungstaucher oder Tauchlehrer vor Ort sein. Der Eintrittspreis für das Tauchrevier, das auch Vereine aus der Umgebung nutzen könnten, soll nach Karas Worten unter zehn Euro liegen.

Derzeit laufen die Vorarbeiten für das Projekt. Auf dem Gelände rund um den Behälter werden Bäume gefällt - hier sind Grün- und Erholungsanlage und eventuell ein weiterer Pool geplant - in dem angrenzenden Technikgebäude werden die Pumpen abgebaut. In dem zweigeschossigen Gebäude sollen im Erdgeschoss Duschen und Umkleiden entstehen, darüber werden Büroräume eingerichtet.

»Wir wollen hier ein voll ausgestattetes Tauchzentrum einrichten, in dem die komplette Ausrüstung vom Anzug über die Pressluftflaschen bis zu den Flossen zur Verfügung gestellt wird«, erläutert Senol Kara. Ein Grund dafür ist auch, dass das Wasser nicht durch Ausrüstungsgegenstände verunreinigt werden soll, die zuvor in freien Gewässern benutzt wurden.

Technisch, so Kara, sei der Betrieb ansonsten kein Problem. Gereinigt wird das Wasser ähnlich wie in einem Hallenbad, beheizt werden braucht es nicht. Schließlich sollen die Trainingsbedingung ähnlich wie in der Praxis sein. »Und in den freien Gewässern ist das Wasser oft auch nur zehn Grad warm, so wie es in dem Behälter sein wird.«

Über den Kaufpreis für den Trinkwasserbehälter und das Grundstück sowie die Höhe der Investitionen will Senol Kara keine Angaben machen. »Viele Arbeiten erledigen wir in Eigenleistung. Und wer sich als Investor an dem Projekt beteiligen möchte, für den haben wir immer ein offenes Ohr.«

http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/regional/bielefeld_rss_erg.php?id=8424
http://www.unterwasser.de/aktuell/Newsdetail/f2ff6532-4fe9-41ae-81a3-4fb7ea333d4b/
Autor: Matthias Otto
Erstellt: Jul 04 2007 - 09:29
Betreff: re: Tauchparadies in einem alten Wassertank
Hallo liebe Tauchsportfreunde,

dies ist ein tolles Projekt zu dem man unsere beiden Kara-Brüder nur beglückwünschen kann.
Dies wird ein absolutes Highlight in OWL und vielleicht darüber hinaus.
Damit wir alle etwas davon haben und nicht immer so weit fahren müssen, um mal schön tauchen zu gehen, kann ich Euch nur alle motivieren:

Sprecht die beiden an, ob und wie Ihr helfen könnt.

Beste Grüße

Matthias O.


Autor: Matthias Otto
Erstellt: Okt 22 2007 - 12:28
Betreff: re: Tauchparadies in einem alten Wassertank
Hi Erol,
ich würde sagen, nach meinen Wochen der Abwesenheit (Türkei, Hemmoor...) bin ich wieder dabei.
Wenn ich nichts von Dir höre bin ich wie immer um 10.00 Uhr da. Ich bin mir sicher es gibt immer genug zu tun. Die letzten Bäume habens ja bald geschafft. Es ist wirklich beeindruckend, was bisher schon geschehen ist.

Bis Samstag voller Vorfreude.
Gruß
Matthias O.
Anzahl Nachrichten: 3 - Seiten (1): [1]
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